“This must be an Irishman…?!” So fragten sich die Gäste und Musiker eines Pubs in Killarney, nachdem ich dort spontan an einer Musiksession teilgenommen und einige irische Songs gesungen hatte. Nun… ich möchte diesem Satz nichts hinzufügen…
Als ich in meiner Heimatstadt Coburg Mitte der 90er Jahre einige Male eine Band gesehen hatte, die mit Gitarre, Kontrabaß und Bodhrán Straßenmusik machte und irisches und keltisches Liedgut zum Besten gab, war es um mich geschehen – irische Musik und Mentalität wurden für mich zu einem Weg zu mir selbst. Einer meiner Dozenten an der Hochschule Heidelberg, wo ich von 2005 – 2009 Diplom-Musiktherapie studierte, sagte, nachdem ich im Rahmen eines Vortrags zwei irische Lieder gesungen hatte: “Conrad ist ein Entertainer – aber die irische Musik gibt ihm eine Möglichkeit, authentisch zu sein.”
Ich wurde großer Fan der Dubliners und bin dankbar, daß ich sie bis zu ihrem Karriereende 2012 noch sechsmal live erleben und Backstage persönlich kennenlernen durfte. Nach über 15 Jahren nahm ich die Geige wieder zur Hand und brachte mir selbst Gitarre, Tin Whistle, Mundharmonika und Concertina bei. Ich machte Straßenmusik in Heidelberg, Ludwigshafen und Coburg.
Heute lebe ich nach längerer Abwesenheit wieder in dieser schönen Stadt zu Füßen der Veste. Ich genieße das Flair, die Kultur, die Abende im Pub und die Offenheit, mit der die Coburger der Musik der Iren begegnen. In diesem Sinne – tá sé deas bualadh leat! An mbeidh deoch agat?




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